Im August dieses Jahres fand in Deutschland das drittgrößte Sportereignis weltweit statt und entgegen einiger Negativberichte der Medien waren es beeindruckende Wettkämpfe in wahrhaft weltmeisterlicher Atmosphäre. Als Leichtathletikpräsident hatte ich das Vergnügen, diesen Wettkämpfen hautnah beizuwohnen und natürlich unseren halleschen Athleten zuzujubeln.
Um es vorweg zu nehmen, die Stimmung im Stadion war einzigartig leistungsorientiert und frei von Nationalismen. Die Sprünge von Blanka Vlasic wurden genauso angefeuert und gefeiert, wie die von Ariane Friedrich. Unsere Leichtathleten aus Sachsen-Anhalt gehören zu den Leistungsträgern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, auch wenn nicht alle so auffällig waren, wie Nadine Kleinert mit ihrer Medaillengarantie.
Aus Halle nahmen junge Athleten teil, die wir mit Sicherheit noch auf weiteren internationalen Meisterschafen sehen werden und die am Rande der Wettkämpfe Geschichten schrieben. Norman Müller hat einen konstanten Zehnkampf geliefert und immer wieder Hoffnung auf eine bessere Platzierung geweckt, aber auch für die Mannschaft gestanden. Eine Geste hoher Kameradschaft war sein Einsatz im abschließenden 1500 m Lauf, als er Pascal Behrenbruch versuchte mitzuziehen, um ihn noch den einen oder anderen Platz nach vorn zu bringen. Nadine Müller, die im vorigen Jahr knapp die Olympia-Teilnahme verpasste, hat mit ihren sehr guten 62,04 im Diskusring ein Achtungszeichen gesetzt. Raus aus dem Schatten von Franka Dietzsch, hinein in die Weltspitze, so haben wir unsere Hallenserin gesehen.
Wie nah Licht und Schatten beieinander sind, zeigte der Lauf von Falk Cierpinski, den eine Zwerchfellzerrung bereits nach 5 km ereilte und damit frühzeitig alle Medaillenhoffnungen zunichte machte. Dass er trotzdem den Lauf zu Ende brachte, war echter Kampfgeist.
Die WM wurde auch neben der Laufbahn durch Hallenser geprägt. Lutz Schendel fällte die eine oder andere wichtige Entscheidung als Schiedsrichter und bei den Volunteers hatten sich viele junge Menschen unserer Stadt engagiert.
Halle hat offensichtlich internationales Potential in der Leichtathletik und so kann nur die Hoffnung ausgesprochen werden, dass der Beginn der Sanierung des Stadion Robert-Koch-Straße und die Abkehr von der Idee, die Brandberge-Halle umzunutzen, einen neuen Abschnitt im Umgang der Saale-Stadt mit ihren Sportassen einleitet.
Im Berlino, dem offiziellen WM-Maskottchen, das Stimmung ins Stadion brachte, waren übrigens sichtbar und doch verborgen auch zwei Hallenser bei der WM.
Nadine Kleinert says:
[...] Die Leichtathletik WM 2009 – ohne Hallenser nur halb so gut FDP-Stadtratsfraktion – PeopleRank: 1 – 15.09.2009 …Nadine Kleinert mit ihrer Medaillengarantie. Aus Halle nahmen junge Athleten teil, die wir mit Sicherheit noch auf weiteren internationalen Meisterschafen sehen werden und die am Rande der Wettkämpfe Geschichten schrieben. Norman Müller hat einen konstanten… Namen genannt : Ariane Friedrich Blanka Vlasic Falk Cierpinski Franka Dietzsch Nadine Müller Pascal Behrenbruch + voten [...]
18. Oktober 2009, 13:15